5 Gründe, warum VeChain bereit für die Massenanwendung ist
Auf einen Blick:
- Fokussierung auf Kundenbedürfnisse
- ToolChain
- Notfallwiederherstellungsplan
- DSGVO-Compliance
- Multi-Party Payment Protocol (MPP)/ Fee Delegation
Laut einer Studie von Deloitte muss die Blockchain-Technologie einige Hindernisse überwinden, um von Unternehmen in großem Maßstab eingesetzt zu werden. Dazu zählen:
- Laut Deloitte ist die langsame Transaktionsgeschwindigkeit einer der Hauptgründe für viele Akteure, Blockchain nicht als eine Technologie in Betracht zu ziehen, die im großen Rahmen in Anwendungen eingesetzt werden kann.
- Ein weiteres großes Hindernis für die Blockchain auf dem Weg zur flächendeckenden Einführung ist die fehlende Standardisierung. Deloitte wies darauf hin, dass die fehlende Standardisierung und Interoperabilität verhindert, dass Blockchain-Plattformen und Lösungen miteinander interagieren.
- Wenn die Blockchain-Technologie nicht leicht mit bestehenden Unternehmenssystemen verbunden werden kann, wird sie wenig Nutzen bringen.
- Rechtliche und regulatorische Bedenken in Bezug auf Datenschutz, geistiges Eigentum und Durchsetzbarkeit von Verträgen behindern die Einführung der Technologie. Zu den komplexesten Themen rund um die Blockchain-Regulierung hob Deloitte die Schwierigkeit hervor, Smart Contracts zu regulieren, die nicht unbedingt in bestehende Rahmenbedingungen passen.
- Die technische Komplexität der Blockchain schränkt Unternehmen in der Implementierung verteilter Systeme ein.
Die folgenden 5 Aspekte sind ein eindeutiger Hinweis, dass VeChain diese Hindernisse gezielt versucht, zu überwinden.
Fokussierung auf Kundenbedürfnisse
Warum ist Apple eines der wertvollsten Unternehmen weltweit? Sie haben es wie kein anderes Unternehmen weltweit verstanden, sich auf die Bedürfnisse ihrer Kunden zu konzentrieren. Die erste Generation von Smartphone war alles andere als “smart” und für eine alltäglich Verwendung zu kompliziert zu benutzen. Mit dem iPhone hat Apple genau diese beiden Punkte überwunden.
VeChain ist eine auf unternehmerische Anwendungen fokussierte Blockchain. Mit u.a. Multi-Party Payment Protocol (MPP), Gebührenübertragung und ToolChain versucht VeChain, äquivalente Hindernisse zu überwinden, die Apple damals überwunden hat: Eine leichte Einführung sowie eine einfache Nutzung der Blockchain-Technologie. Dazu sinngemäß im VeChain “Development Plan and Whitepaper”: “Nach einer umfassenden Studie über bestehende öffentliche Blockchain-Plattformen (einschließlich Ethereum) und unzähligen Diskussionen und Debatten mit mehreren Geschäftspartnern haben wir Gründe identifiziert, warum unternehmens- und großkundenorientierte Anwendungen noch nicht auf Blockchain basieren. Die größten identifizierten Hürden liegen NICHT in der Technologie, sondern in anderen kritischen Aspekten des operativen Designs der Blockchain.”
ToolChain
ToolChain ist ein Kit mit allen notwendigen Hardware-, Software- und Serviceprotokollen, um vor allem kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) einfach und kostengünstig in die VeChainThor-Blockchain einzubinden. KMUs können aufgrund von hohen Kosten oder der zu hohen Komplexität neue Technologien nicht ins Unternehmen integrieren. Oftmals fehlen dazu noch Fachkräfte oder technischen Fähigkeiten zur Implementierung der Lösung. Es gibt 3 Versionen des ToolChain-Kits, um die unterschiedlichen technischen Fähigkeiten von Unternehmen zu berücksichtigen: Standard-, Entwickler- und eine Version für Vertriebspartner.
Die Standardversion bietet standardisierte Anwendungsmodule, Tools und Internet of Things (IoT)-Geräte. Es wurde für Unternehmen mit weniger als 10 Mitarbeitern und KMUs entwickelt, die nicht in der Lage sind, eine eigene Blockchain-basierte Lifecycle-Management-Lösung zu entwickeln. Der Onboarding-Prozess ist innerhalb von 30 Minuten abgeschlossen.
Die Entwicklerversion wurde für Unternehmenskunden mit stärkeren technischen Fähigkeiten entwickelt. Es wird Unternehmen ermöglichen, verschiedene Anwendungen auf Basis der VeChainThor-Blockchain nach ihren Bedürfnissen zu entwickeln.
Vertriebspartner können ToolChain unabhängig voneinander einsetzen und multidimensional anpassen.
Das ToolChain-Hardware-Kit enthält:
- QR-Code-Drucker und Anwendungssoftware zum Drucken von QR-Codes
- NFC-Schreiber und Software zur Erstellung digitaler Etiketten auf NFC-Tags
- IoT-Geräte, RFID-Chips und Sensorgeräte
- Handgeräte, die es ToolChain-Anwendungen ermöglichen, NFC-Chips zu binden, zu aktivieren und die Daten darauf zu übertragen.
Zusätzlich werden 3 verschiedene Apps bereitgestellt:
- ToolChain Admin Center: Diese App ist die Kommandozentrale. Mit der App können NFC- und/oder RFID-Chips konfigurieren werden. Zusätzlich können Produkte registriert sowie Beschreibungen, Bilder, Videos und andere Daten hinzufügen werden, die die Kunden sehen sollen.
- VeChain Work App: Diese App ermöglicht es, Unternehmen oder Produzenten der Produkte, das physische Produkt an den NFC/RFID-Chip zu “binden”. Dies kann je individuelles Produkt oder auf Ebene der Produktgruppe (z.B. Kisten statt einzelne Flaschen) erfolgen.
- VeChain Pro App: Diese App steht bereits zum Download bereit. Es ermöglicht jedem (vorwiegend Kunden), die gesamte Geschichte des Produkts zu verfolgen, einschließlich des Echtheits- und Herkunftsnachweises.
ToolChain bietet eine vertikale Blockchain-Anwendung mit Schwerpunkt Produktlebenszyklusmanagement, die die Entwicklung von Blockchain-Anwendungen auf der VeChainThor-Blockchain weiter vorantreibt und die hohe technische Schwelle beseitigt, die Kosten erheblich senkt und die Markteinführungszeit für KMUs bei der Blockchain-Integration deutlich verkürzt. Auf diese Weise können Unternehmen ohne Blockchain-Entwicklungskapazitäten eine sichere und ausgereifte Blockchain-Lösung zu angemessenen Kosten erwerben.
So können auch Einmannbetriebe ein NFC-Tag an das Produkt oder Produktetikett anbringen und die relevanten Produktinformationen in die Blockchain hochladen, um ein einzigartiges und authentisches Produkt sicherzustellen. Gleichzeitig können auch Daten zur Produktrück-verfolgbarkeit, logistische Ablaufdaten, Zertifikate, Fertigungsprozesse sowie Fotos und Videos hochgeladen werden. Wenn das Produkt versandt wird, muss der Kunde nur die VeChain Pro App verwenden und den NFC-Tag scannen, um jedes Detail und jede Geschichte zu über das Produkt zu erzählen.
Notfallwiederherstellungsplan
VeChain hat den weltweit ersten Notfallwiederherstellungsplan (Cryptocurrency Disaster Recovery Plan (CDRP)) für Kryptowährungen entwickelt. Zum einen hat die VeChain-Stiftung in diesem Plan verschiedene Arten von Bedrohungsszenarien definiert, die auf Schwere und Wahrscheinlichkeit des Eintritts basieren. Zum anderen wurden entsprechende Kontrollen und Verfahren identifiziert, die die Krypto-Assets vor jenen Bedrohungen schützen sollen. Die Bedrohungen wurden in 3 Kategorien unterteilt:
Unerwünschte Ereignisse stellen ein geringes Risiko dar. Das sind beobachtbare Ereignisse mit negativer Auswirkung. Diese Ereignisse haben keinen direkten Einfluss auf die Sicherheit und Integrität von digitalen Wallets oder privaten Schlüsseln und können in der Regel sofort entschärft werden. Zu diesen unerwünschten Ereignissen zählen Systemabstürze auf den Geräten zur Aufbewahrung digitaler Wallets, Erkennung von Viren oder Malware im Netzwerk, Erkennung verdächtiger Aktivitäten oder Angriffsversuche aus dem Internet oder internen Netzwerken auf Geräten, die keine digitalen Wallets speichern.
Ein mittleres Risiko geht von Sicherheitsvorfällen aus. Sie beziehen sich auf eine Verletzung oder unmittelbare Gefahr, die direkte Auswirkung auf die Sicherheit und Integrität von digitalen Wallets oder privaten Schlüsseln haben kann. Beispiele für solche Ereignisse sind:
- Unbefugte Nutzung von Systemrechten oder Zugriff auf sensible Daten im Netzwerk.
- Geräte, die digitale Wallets speichern, sind von Viren oder Malware betroffen.
- Hardwarebeschädigung des Computers oder USB-Laufwerks, das die Keystore-Dateien speichert.
- Verlust des Passworts für die Transaktion der digitalen Brieftasche.
Das höchste Risiko wird durch eine Kompromittierung von privaten Schlüsseln verursacht. Dies kann durch Sicherheitsvorfälle, Vertraulichkeitsverletzungen, Kompromittierung des Netzwerks, Naturkatastrophen oder von Menschen verursachten Katastrophen verursacht werden. Diese Typ 3-Risiken haben erhebliche direkte Auswirkungen auf die Sicherheit und Integrität von digitalen Wallets oder privaten Schlüsseln. Wenn ein Typ 3-Ereignis eintritt, löst es sofort die im CDRP definierten Verfahren zum Ersetzen der digitalen Wallets aus und überträgt alle Krypto-Assets an die neuen Adressen. Die VeChain-Stiftung verwendet zwei Arten von Kryptowährungsspeichermethoden: eine “Hot Wallet” für den täglichen Betrieb. Der Rest wird in “Cold Wallets” gelagert.
Am 19. Januar 2018 simulierte VeChain die im CDRP definierten Worst-Case-Szenarien und führte die erste Übung im VeChain-Büro in Shanghai durch. Der gesamte Prozess dauerte etwa 6 Stunden, und der Umfang des CDRP umfasst alle digitalen Wallets der VeChain-Stiftung. Die wichtigsten Schritte innerhalb des CDRP sind:
- Interpretation der Bedrohung
- Schritte zur Analyse potentieller Sicherheitslücken und zur angemessenen Prävention
- Hardwarevorbereitung: brandneue Laptops, verschlüsselte USB-Sticks, Schließfächer im Büro und in der Bank;
- Abgleich der bestehenden digitalen Wallet-Salden
- Neue Bezeichnung der digitalen Wallets (z.B. Namensänderung, maximale Obergrenze pro Wallet, Besitzer)
- Erzeugung von Hot Wallets
- Erzeugung von Cold Wallets
- Verlagerung von Krypto-Assets aus den bestehenden Wallets in die neuen
- Speicherung und Aufbewahrung aller relevanten Passwörter und Geräte
Zusätzlich wurden Sicherheitsprinzipien für die digitalen Wallets aufgestellt. Dazu zählen unter anderem, dass alle digitalen Wallets auf Offline-Laptops aufbewahrt werden, die in Schließfächern verschlossen sind, sofern sie nicht beaufsichtigt werden. Laptops, die Hot Wallets aufbewahren, verbinden sich nur bei Bedarf mit dem Internet.
Laut VeChain war die CDRP-Übung ein großer Erfolg. Es ist unerlässlich, Best Practices für das Management und die Sicherheit von Krypto-Assets in Unternehmen einzuführen, da immer mehr Unternehmen die Blockchain-Technologie nutzen und in Krypto-Assets investieren.
Datenschutzgrundverordnung (DSGVO)-Compliance
Ähnlich wie beim Notfallwiederherstellungsplan hat VeChain sich mit Beratern und Experten abgestimmt, um sicherzustellen, dass das VeChain-Protokoll Compliance-Änderungen standhalten kann. Unter den bestehenden Datenschutzgesetzen gilt die DSGVO als die strengste Regelung mit dem Ziel, die Transparenz der Verarbeitung personenbezogener Daten und den Schutz personenbezogener Daten zu gewährleisten. Gleichzeitig ermöglicht sie den EU-Bürgern eine bessere Kontrolle über ihre eigenen Daten. Die Regulierungsbehörden erläuterten die Definition personenbezogener Daten und die Anforderungen an die Verwaltung sensibler Daten, was die Unternehmen nun zwingt, ihre Richtlinien, Verfahren und IT-Infrastruktur im Zusammenhang mit dem Schutz personenbezogener Daten zu verbessern. Jedes Unternehmen, das Produkte oder Dienstleistungen für EU-Bürger anbietet, muss sich an die DSGVO halten.
VeChain hat frühzeitig damit begonnen, Konformität der VeChain-Produkte und der internen Kontrollumgebung mit der DSGVO zu untersuchen. Tatsächlich bereitet sich VeChain seit Anfang 2017 auf die DSGVO vor. Mit der Entwicklung von immer mehr kommerziellen Anwendungsfällen, die letztendlich den Endverbrauchern zugute kommen, ist die Einhaltung der relevanten regulatorischen Anforderungen einschließlich der DSGVO, eine klare Voraussetzung für die Massenanwendung der VeChain-Plattform. Der FinTechRat, ein Komitee des Bundesministerium der Finanzen, hat in einer Stellungnahme zur Blockchain-Strategie der Bundesregierung auch die DSGVO thematisiert. Bezüglich der Irreversibilität von Transaktionen wird folgendes Statement abgegeben: “Nach den aktuellen Vorgaben der Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) und des nationalen Bundesdatenschutzgesetzes sind Datenschutzrecht und Blockchain-Technologie zumindest in den meisten Fällen nicht kompatibel. Es gehört zu den grundsätzlichen Eigenschaften der Blockchain, zum einen „unveränderlich“ und zum anderen „Klartext“ (i.S.v. öffentlich einsehbare ggf. pseudonyme Transaktionsdaten) zu sein.” Weiter: “Insbesondere aber räumt die DSGVO dem Betroffenen im Art. 15 ff. DSGVO-Rechte auf Auskunft, Berichtigung, Löschung, Korrektur, Einschränkung der Verarbeitung, Datenübertragbarkeit und ggf. Widerspruch ein.” “Ausführliche weitere Analysen scheinen in dieser Hinsicht nötig, um die Anforderungen der DSGVO in Blockchain-Systemen abbilden zu können.” Die Tatsache, dass sich VeChain bereits frühzeit mit der DSGVO auseinander gesetzt hat, kann nur als gutes Zeichen in Richtung Massenverbreitung gewertet werden. Dies gibt VeChain die Möglichkeit, auf Veränderungen der Gesetzeslage entsprechend zu reagieren, ohne eine Inkompatibilität mit der DSGVO zu riskieren.
Multi-Party Payment Protocol (MPP)/ Fee Delegation
Das größte Hinderniss für eine Massenverwendung von dApps sind die Schritte, die ein Nutzer durchlaufen muss, um eine dApp nutzen zu können. Der Nutzer muss sich Kryptwährungen auf einer Handelsplattform beschaffen, in die gewünschte Kryptowährung umtauschen und zur Plattform transferieren. Für den Standard-Nutzer ohne Erfahrungen im Umgang mit Kryptowährungen ist der Vorgang zu komplex und zu langatmig. Mit MPP wissen die Benutzer überhaupt nicht, dass sie Kryptowährungen verwenden.
MPP ist ein Zahlungsmodell, das einer Partei, die nicht den Absender einer Transkaktion darstellt, ermöglicht, die Netzwerkgebühren dieser Transaktion an die Blockchain zu zahlen bzw. für den Absender zu übernehmen. Was bedeutet das und warum ist es relevant? Alle Tranksaktionskosten einer Blockchain werden auch in Form von Kryptowährungen bezahlt. MPP ermöglicht, dass ein Sponsor die Transkationsgebühren für ein Unternehmen außerhalb des Vechain-Ökosystems (z.B. Kunden von Unternehmen im VeChain-Ökosystem, die evtl. keine Kryptowährungen halten möchte) begleicht. Die Kosten können dem Sponsor dann in FIAT-Währung zurückgezahlt werden.
Aber auch für Konsumenten spielt MPP eine Rolle: Beim Kauf einer Tasche, die mit einem VeChain-Chip versehen ist und somit eine einzigartige ID besitzt, kann das Eigentum an dieser Tasche auf den Käufer übertragen werden. Die Eigentumsübertragung stellt eine Transaktion auf der VeChain Blockchain dar und verursacht somit Kosten in Form von VTHO. Der Taschenhersteller kann diese Kosten mittels MPP für den Verbraucher unsichtbar machen. Im Vergleich dazu Ethereum: Der Käufer der Tasche müsste ETH kaufen, um die Kosten für die Übertragung des Eigentums selbst zu decken. MPP ist also ein integrale Eigenschaft, um eine Massenanwendung von Blockchain-basierten Geschäftsprozessen zu ermöglichen.
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